Hervorgehobener Beitrag
Titelbild Flyer

Aktion Weihnachtspäckli 2016

Wir sammeln wieder Weihnachtspäckli – machen Sie mit!

Bringen Sie ihr Päckli. Kinder und Erwachsene im Osten freuen sich auf eine frohe Überraschung aus der Schweiz.

 

Auch dieses Jahr sammeln wir wieder Weihnachtspäckli.

Wir freuen uns möglichst viele Päckli an bedürftige Menschen im Osten weiterzugeben.

Hier können Sie die Päckli abgeben:

Abgabestellen:

1.KiQ, Kirche im Quartier, Quartierzentrum im Tscharnergut, Waldmannstrasse 17a, 3027 Bern
Daten: 12. und 19. November 2016 jeweils von 9 bis 12 Uhr.

2. Reformiertes Kirchgemeindehaus im Café mondiaL, Eymattstr. 2b, 3027 Bern
Daten: Dienstag, 15. November – Freitag, 18. November, jeweils 9.00 – 11.30 Uhr.

3.Katholisches Kirchgemeindehaus, Pfarreizentrum oder Sekretariat
Waldmannstrasse 60, 3027 Bern
Do, 17. und Fr. 18. November 2016, Bürozeiten

Diese Aktion wird durchgeführt von:

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logo kath kirche

Logo KG Bethlehem farbig

 

Bartimäus – vom Bettler zum Follower

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Er lebte in Jericho vor 2000 Jahren und war blind. Sein ganzes Leben wünschte er sich sehend zu sein. Aber nichts war zu machen. So richtete er sich auf ein Leben als Bettler ein. Was sonst sollte er machen? Jeden Tag das Gleiche: Leute anquatschen und auf die Tränendrüse drücken. Das zerstört das Selbstbewusstsein, die Würde geht den Bach runter und macht den Menschen kaputt.

Eines Tages hörte er: „Dieser Jesus von Nazareth kommt vorbei!“ Den wollte unser blinder Mann mit dem Namen Bartimäus treffen. Und er soll auch schon Wunder vollbracht haben und er sagt von sich, er sei der Messias.

Als Jesus dann tatsächlich kurz darauf nach Jericho kam, schrie sich Bartimäus die Seele aus dem Leib. Etwas so, wie sich heute die Fussballfans die Seele aus dem Leib schreien. Aber krasser. „Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Jesus rief den Mann zu sich und fragte: Was soll ich für dich tun?

Welch eine Gelegenheit: Bartimäus, der blinde Bettler, wird gefragt, was er für einen Wunsch habe. Vieles hätte er erbitten können: Eine Familie, Geld, Kleider, ein Haus, Essen. Aber nein: Er wusste, sein grösster Wunsch ist. Deshalb sagte er: „Ich will sehen können!“

Und genau das geschieht! Er sieht. Zum ersten Mal im Leben.

Ein Wunder!

Ein Mensch sieht nun doppelt: Er sieht mit seinen Augen zum ersten Mal und er sieht die geistliche Realität durch den Glauben. Aber es bleibt nicht nur beim Glauben, sondern Bartimäus folgt auch noch Jesus nach. Er will ganz praktisch mit Jesus im Alltag unterwegs sein. Und da hat er noch vieles zu sehen und zu erleben.

Aus dem blinden Bettler ist ein sehender Follower geworden. Ein echter Follower.

 

aus Markus 10, 46ff

Sehr klein und sehr reich.

Diesen Sonntag werden wir uns mit einer sehr kleinen und sehr reichen Person befassen.
Er war sehr zielorientiert. Er lebte in Jericho.

Und sein Leben wurde radikal verändert.

Am Sonntag lüften wir das Geheimnis.

zachäus

All you need is love!

 

Liebe ist das Wichtigste und alles, wir brauchen. Singen die Beatles. Und sie liegen nach meiner Meinung nicht falsch. Liebe ist unser Lebenselixier. Wer kann schon ohne Liebe leben?

Die Briefe des Johannes reden ebenfalls von der Liebe. Von der unveränderlichen Liebe Gottes, aber auch von der Liebe zum Mitmenschen und von der Wahrheit. In diesem Jahr machen wir uns als KiQ auf die Entdeckungsreise in diesen 3 Briefen. Wir entdecken dabei Erstaunliches und Überraschendes. Zum Beispiel:

  • Gott belohnt die Ehrlichen.
  • Gott ist Licht und gar keine Finsternis.
  • Die Freiheit der Kinder Gottes ist real.
  • Den Teufel gibt es wirklich.
  • Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bliebt ihn ihm.
  • Glaube hat etwas mit Sieg zu tun.
  • Kann ein Christ sündigen?
  • Was sind Machtmenschen und wir erkennt man sie?

 

Dies und vieles mehr werden wir auf unserer Entdeckungstour erleben.
Kommen Sie mit!

Zum dritten Briefe des Johannes lesen wir dieses Buch:

 

Ein trostvolles Jahr 2016

Jahreslos 2016Quelle: www.jahreslosung.eu

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Jes 66,13 (L)

Das Schluchzen eines Kindes kann sich schnell in Lachen verwandeln, wenn es die Mutter oder der Vater tröstend in die Arme nimmt. Es atmet auf, kommt zur Ruhe und springt wieder fröhlich vom Arm. Dieses Bild habe ich vor Augen, wenn Gott seinem Volk Israel verspricht:
Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Die Geschichte Gottes mit seinen Söhnen und Töchtern läuft alles andere als glatt. Sie gehen eigene Wege, verbünden sich mit Mächten, von denen sie mehr Hilfe erhoffen als von Gott. Aus ihrer Heimat in die Gefangenschaft weggeführt, fühlen sie sich von ihm verlassen und vergessen. Das hindert Gott nicht, an ihnen festzuhalten. In einem weiten Bogen entfalten die Prophetenworte in immer wieder neuen Bildern und Vergleichen Gottes Treue zu seinen Kindern. Sie gipfeln in der Zusage:

„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ und in der Ankündigung des zukünftigen Heils für Jerusalem.

Das ist eine Dimension von Trost, die ein „Alles wird gut“ übertrifft. Gott sieht die zerbrochenen Herzen und Hoffnungen. Er nimmt Elend und Scheitern seiner Kinder ernst und macht sie zu seiner eigenen Sache. Wie eine Mutter erbarmt er sich ihrer. – Dieser Vergleich ist einmalig und beschreibt eine besonders innige Seite Gottes, die weit über liebevolle Worte und Gesten hinausgeht:
Trost ist ein umfassendes Geschehen. Zum einen befreiend: Getröstete bekommen wieder Luft zum Atmen. Zum anderen gibt Trost wieder Grund unter die Füße. Letztlich geht es um Fragen wie: Wer gibt mir Halt? Was trägt mich im Leben und im Sterben?

Wie kann ich getrost leben – gehalten und frei?
Getrost leben – mit festem Grund unter den Füßen und einem weiten Horizont?

Beides finde ich in der Grafik von Stefanie Bahlinger. Zwei Kreise überschneiden sich: einer ist nach links unten, der andere nach rechts oben gerichtet. Ihre Schnittmenge, als goldene Ellipse hervorgehoben, ist leuchtende Mitte des ganzen Bildes. Sie liegt wie eine Diagonale zwischen zwei schemenhaften Figuren. Beide zusammen vergegenwärtigen Seiten von Gottes umfassendem Trost.

Es weihnachtet, Teil 4 – Kolumne in der Bümpliz Woche

Was schenken wir Jesus?

Weihnachten ist das christliche Fest, an dem wir an die Geburt von Jesus Christus denken. Gottes Sohn wurde Mensch, einer von uns. Mitten unter uns. Im Grunde genommen feiern wir aber in Westeuropa und der Schweiz falsch. Wir feiern uns selber und schenken einander teure Geschenke. Wir tun nur so, als ob wir Weihnachten feierten. Überspitzt gesagt: Wir feiern mehr uns selber als den Geburtstag von Jesus.

Wie komme ich darauf? Ganz einfach: Wenn jemand Geburtstag hat, beschenken wir ihn. Wir feiern eine Party und bringen dem Geburtstagskind etwas. Und wie ist es an Weihnachten? Welches Geschenk machen wir Jesus, wenn er schon Geburtstag hat?

Darüber zerbrechen wir uns kaum mehr den Kopf. Aber zugegeben: Es ist auch schwierig Jesus zu beschenken. Wie geht dies?

Leo Tolstoi schreibt in seiner Erzählung „Vater Martin“ über einen einfachen Schuhmacher in Russland, der mit seinem Leben unzufrieden war. Schwere Schicksalsschläge drückten auf seine Seele. Er verlor früh seine Frau und seinen Sohn. Er war mit Gott nicht zufrieden und mürrisch. Trotzdem begann er auf Rat eines alten Mannes die Bibel zu lesen. Dies veränderte sein Leben. Wie? Vater Martin begann sein schweres Schicksal anzunehmen und lernte: Wer mit Gott lebt, wird froh.

Dann überlegte der Schuhmacher Martin, was er Jesus schenken könnte, wenn dieser ihn besuchte. Ein paar gute Schuhe aus seiner Werkstätte? „Wie einfach wäre es,“ – so überlegte er – „wenn Jesus persönlich anwesend wäre! Dann wäre es einfacher Jesus ein Geschenk zu machen.“

Im Traum erfuhr Vater Martin, dass Jesus ihn am nächsten Tag besuchen würde. Aber zur grossen Enttäuschung von Martin begegnete er am nächsten Tag „nur“ ganz normalen Menschen. Zum Beispiel dem alten schneeschaufelnden Soldaten Stepanytsch. Diesem gab er warmen Tee. Später kommt eine Frau mit einem kleinen Kind. Auch hier gibt er etwas Warmes zu essen.

Aber Jesus besuchte ihn an diesem Tag nicht. Vater Martin ist enttäuscht. Beim Lesen in der Bibel wird ihm plötzlich bewusst: Jesus kommt nicht direkt als Mensch zu uns. Sondern er kommt oft in Gestalt von Mitmenschen. Mitmenschen, die leiden und Schweres durchmachen. Das, was wir diesen notleidenden Menschen tun, das tun wir Jesus selbst.

So sagt Jesus von sich selbst: „Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt.“ (Matthäus 25,35) und die Leute fragten sich: „Wann haben wir dies gemacht? Wann war dies?“ Und Jesus antwortete: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!“ (Matthäus 25,40b).

Diese Erkenntnis machte Vater Martin froh. Jesus war also doch zu ihm gekommen! Und das Revolutionäre auch heute noch ist: Jesus kommt zu uns. Und wahrlich Weihnachten wird es, wenn ich mein Herz von Gott bewegen lasse, der Nächste darin Platz findet, und ich diesen ermutige, gastfreundlich aufnehme und gut behandle. Das ist das beste Geschenk an Jesus.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten voller spannender Begegnungen!

Gallus Tannheimer

Es weihnachtet, Teil 3, Kolumne Bümpliz Woche

Es weihnachtet

und es ist kompliziert…

 

Autor: Gallus Tannheimer

Mag sein, dass sich die Kinder auf Weihnachten freuen und alles für sie in Butter ist. Für Erwachsene sind die Festtage nicht so einfach, gell? Da gibt es viel vorzubereiten: Wann essen wir was wo und warum? Dann die Herausforderung: Wem geben wir dieses Jahr welches Geschenk und ist dies gerecht? An welchem Tag treffen wir uns wo? Wie machen wir es, dass nicht gerade an Weihnachten die wirklich heiklen Themen angeschnitten werden und dicke Luft herrscht?

So auf den ersten Blick scheint unser Leben und das Fest der Liebe gar nicht zusammen zu passen. Hier ist unser Leben, so voller Herausforderungen und Abgründe. Da ist Weihnachten: lieblich, festlich, romantisch,…

Wenn wir die biblische Botschaft von Weihnachten anschauen, merken wir: Moment, das ist ja alles andere als lustig, lieblich und romantisch. Da ist die Geschichte von Maria. Sie ist von Gott auserwählt und wird schwanger werden. Mir scheint: So richtig gefragt, wird sie gar nicht. Sie fügt sich in ihren Lebensweg. Un da ist Josef, der nach der Nachricht von Marias Schwangerschaft abhauen will. Er will Maria nicht blossstellen und sie nicht zum Gespött machen. Er nimmt die Herausforderung des Pflegevaters an und sieht Jesus wie seinen eigenen Sohn an. In der Tat: Es ist kompliziert.

Kurz vor der Geburt müssen Maria und Josef wegen einer Volkszählung nach Bethlehem reisen, finden aber keine Unterkunft. Es ist kompliziert.

Die ersten Menschen, die Jesus besuchen, sind die Hirten vom Feld. Sie beten den neuen König an. Sie nehmen die frohe Botschaft beglückt an. Und gleichzeitig sind auch Magier (fälschlicherweise oft mit „Königen“ übersetzt) aus dem Morgenland unterwegs, um den neuen König zu sehen und ihn anzubeten. Kaum hört der amtierende Regent Herodes vom neuen König, wird er argwöhnisch. Er will diesen neuen König aus dem Weg räumen. Er befürchtet, dass ihm dieses Kind gefährlich werden könnte. Es ist kompliziert.

Und was hat dies alles mit Weihnachten zu tun? Genau in dieses komplizierte Leben und in diese schwierigen Situationen hinein scheint auch heute noch Gottes Licht und seine Wahrheit. Seine Liebe ist ganz einfach und direkt: Gott liebt uns. Bedingungslos.

Es weihnachtet, Teil 1 – Kolumne Bümpliz Woche

Bereit für Weihnachten?

 

Autor: Gallus Tannheimer

 

Weihnachten steht vor der Türe. Schon bald klopft es. Wie jedes Jahr habe ich den Eindruck: Es ist zu früh. Ich bin noch nicht bereit. Wie geht es Ihnen?

Bei mir weihnachtet es noch nicht. Die schrecklichen Attentate in Beirut und Paris lassen mich ohne Antwort gedankenversunken zurück. Ebenso denke ich an die riesigen Flüchtlingsströme. Es will nicht so ganz zu der heiligen Zeit passen.

Oder doch? War nicht auch die Zeit Jesu, wie sie in den Evangelien beschrieben ist, geprägt von Kriegen, machthungrigen Regenten und Terror? Selbst Maria und Josef waren unterwegs und später auf der Flucht nach Ägypten. Haargenau wie viele Menschen heute.

Und was bedeutet Weihnachten? Weihnachten ist eine Botschaft an uns alle: Mitten in dieser dunklen Welt kommt ein Kind zur Welt. Der Sohn Gottes wird Mensch. In diese Welt kam er. Ein Zeichen der Hoffnung, der bedingungslosen Zuneigung zu uns Menschen. Die Bibel redet sogar von grosser Freude: „ Und der Engel sprach zu den Hirten: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lukas 2,10).

Es weihnachtet schon ein wenig in meinem Herzen, wenn ich daran denke. Und bei Ihnen?

Es weihnachtet, Teil 2 – Kolumne Bümpliz Woche

Was, wenn Weihnachten dieses Jahr ausfiele?

Autor: Gallus Tannheimer
Es ist Ende November und ich bin gerade beruflich unterwegs von Genf nach Nepal via Abu Dhabi. Angeregt durch die ganz andere Kultur, frage ich mich: Wenn dieses Jahr Weihnachten ausfallen würde, was würde ich vermissen? Hier ein paar meiner Gedanken: Ich würde das traditionelle Kerzenziehen im Tscharni vermissen, die vielen Lichter, Kerzen und Leuchter überall, die geschmückten Tannenbäume (ist wohl mit meinem Namen Pflicht), die erwartungsfrohen Kinderaugen- und Herzen, die mit Nachdruck ausgesprochenen Kinderwünsche für die weihnächtliche Bescherung, die feinen Gebäcke, das Geheimnisvolle um Weihnachten (wir Eltern reden dann manchmal französisch, damit unsere Kinder es nicht so gut verstehen), die Darstellung der Krippen und die goldenen Engel. Bei diesen Dingen beginnt es bei mir. Aber ich würde es auch vermissen, mit der Familie in der warmen Stube zu sitzen während es draussen schneit und so richtig kalt ist. Ebenfalls würde ich die Gespräche vermissen, die sich in dieser speziellen Zeit um viele Themen drehen. Aber noch mehr würde ich die jedes Jahr vorgelesene Weihnachtsbotschaft vermissen. Dass Gottes Sohn Mensch wurde, dass er das grösste Geschenk ist und dass durch ihn grosse Freude ankam. Und dass wir in Gottes Augen wertvoll sind. Sehr wertvoll sogar!
Und was würden Sie vermissen, wenn Weihnachten dieses Jahr ausfiele?