Hervorgehobener Beitrag

Aktion Weihnachtspäckli 2018 in Bern – West Machen Sie mit!

Die Aktion Weihnachtspäckli ist eine Initiative von vier verschiedenen christlichen Hilfswerken und wird jedes Jahr zusammen durchgeführt. Diese Päckli werden in der Schweiz gesammelt und dann mit Lastwagen nach Osteuropa gefahren, zum Beispiel nach Moldawien, Rumänien, Weissrussland, Albanien, Serbien, Bulgarien und der Ukraine. Letztes Jahr wurden über 100’000 Päckli gesammelt!

Verteilt werden die Päckli mit einheimischen Partnerorganisationen, welche die Situation vor Ort kennen. So kommen die Päckli gezielt zu bedürftigen Menschen. Ein Päckli bekommen beispielsweise verarmte Senioren, kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Kinder in Heimen oder Behinderte. Ihr Geld reicht oft nur für das Allernötigste. Hygieneartikel oder Spielsachen können sie sich oft nicht leisten. Das Weihnachtspäckli aus der Schweiz löst niemals alle diese Probleme. Aber es macht den Menschen und gibt Hoffnung ! Zu wissen, dass Leute in der Schweiz an sie denken, ist oft eine grosse Ermutigung. Und natürlich ist der Päckli-Inhalt hochwillkommen!

Päckli für Kinder und Erwachsene sind unterschiedlich
Damit die Päckli zu den Empfängern passen und gut durch die Zollkontrollen kommen, gibt es eine Inhaltsliste. Bitte beachten Sie das beim Packen (siehe Kasten unten).

Weitere Infos
Auf der Internetseite www.weihnachtspaeckli.ch gibt es kleine Filme und Berichte über die Aktion. An verschiedenen Orten gibt es auch Veranstaltungen der vier Hilfswerke, wo über das Verteilen der Päckli berichtet wird. Wenn Sie gern mal so live dabei wären oder mit jemandem reden möchten, können Sie via obenstehende Internetseite Kontakt mit den Hilfswerken aufnehmen. Auf der Seite www.ostmission.ch gibt es unter der Rubrik «Anlässe» eine Auflistung der öffentlichen Veranstaltungen.

Sammeln in Bern-West An untenstehenden Orten und Zeiten können im November Päckli abgegeben werden:

a-plus Audio-Akustik AG, Brünnenstrasse 126, 3018 Bümpliz
Mo., 19.11.2018 –F r.,2 3.11.2018 jeweils 8.30 –1 2.00U hr und 13.30 –18.00 Uhr

Run-Sys, Fellerstrasse 28, 3027 Bern (im Tscharnergut, Nähe Post) Mo., 19.11.2018 -Fr.,23.11.2018 jeweils 9.30–11.30Uhr und 14.00 –17.30 Uhr Sa., 24.11.201810.00 –15.00 Uhr

Katholische Kirche St.Mauritius, Pfarreizentrum oder Sozialberatung, Waldmannstrasse 60, 3027 Bern Di., 13.11.2018–Do., 15.11.18, jeweils von9.00-11.30 Uhr

Reformierte Kirche Bern-Bethlehem, Im Café mondiaL, Kirchgemeindehaus Bethlehem, Eymattstrasse 2b, 3027Bern Di., 13.11.2018 –F r.,16.11.2018, jeweils 9.00 –11.30 Uhr

Päcklistand im Migros Bachmätteli, Sa., 24.11.2018, 9.00 -16.00 Uhr, An diesem Päcklistand können Sie auch nur etwas von den Packlisten bringen oder eine Geldspende abgeben. Die vollständigen Pakete werden für Sie gepackt.

Ein Geschenk…
zum Beispiel für Pavel in Rumänien! Pavel staunt. Eben noch döste der blinde Rentner auf dem warmen Ofen, nun hat ihm Dumitru, ein junger Mann aus dem Dorf ein schweres Weihnachtspäckli auf den Schoss gelegt. Das kleine Häuschen im abgelegenen Dorf ist typisch für diese Gegend Rumäniens. Pavel hat sich sein Leben in einem einzigen Raum eingerichtet. Es riecht streng, da von der Decke Fleisch zum Trocknen hängt. Dumitru kümmert sich um Pavel und besucht ihn öfters. Kaum betritt er mit dem Päckli-Team das Haus und grüsst, erkennt Pavel ihn an der Stimme. Gespannt hört Pavel nun zu und erfährt, dass Leute in der Schweiz ein Päckli für ihn gemacht haben. Pavel ist sehr dankbar für das wertvolle Geschenk und freut sich auch über den Besuch.

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100’900 Weihnachtspäckli für Osteuropa – Herzlichen Dank!

 

Winterthur (ots) – «Aktion Weihnachtspäckli 2017»: Dieses Jahr wurde erneut eine Rekordzahl erzielt und erstmals die 100’000er Grenze überschritten! Die Schweizer Bevölkerung zeigt damit eine bemerkenswerte Verbundenheit mit notleidenden Menschen in Osteuropa.

In den letzten Wochen haben wieder tausende Einzelpersonen und Familien sowie hunderte Kirchen, Schulen, Firmen und Vereine in der ganzen Schweiz 100’900 bunte Weihnachtspäckli für Osteuropa gepackt. 33 Sattelschlepper brachten die Päckli nach Osteuropa, wo sie in diesen Tagen persönlich an bedürftige Kinder und Erwachsene verschenkt werden, auch an Vertriebene in der immer noch umkämpften Ostukraine.

Die Aktion Weihnachtspäckli wird gemeinsam von vier christlichen Hilfswerken getragen: Aktion für verfolgte Christen, Christliche Ostmission, Hilfe für Mensch und Kirche und Licht im Osten. Sie sind seit Jahrzehnten in Osteuropa tätig.

Freude, Dankbarkeit und Hoffnung

Rund 500 Sammelstellen in der ganzen Schweiz haben bis Ende November Standardpäckli für Kinder und Erwachsene entgegengenommen. Je ein Drittel der Päckli werden in Moldawien und in der Ukraine verteilt, die restlichen in Rumänien, Weissrussland, Albanien, Bulgarien und Serbien. Kinder in Heimen, Schulen und Spitälern, Alleinerziehende, bedürftige Familien, verarmte Rentner sowie Menschen mit einer Krankheit oder Behinderung erhalten ein Weihnachtspäckli aus der Schweiz. Jedes einzelne Päckli bringt grosse Freude und Begeisterung! Die bunten Päckli sind aber mehr als nur wertvoller Inhalt in schönem Geschenkpapier – sie bringen Hoffnung und lassen Menschen wissen, dass sie nicht vergessen sind.

Überraschend, praktisch, echt

Viele Menschen in Osteuropa kämpfen sich mühevoll durch den kalten, harten Winter. Die Lebensmittel und Hygieneartikel sind eine grosse Hilfe und willkommene Überraschung für sie. Und die Kinder freuen sich über das Schulmaterial und eine neue Zahnbürste genauso wie über Spielsachen und Süssigkeiten. Die vier christlichen Hilfswerke bedanken sich von Herzen bei der Schweizer Bevölkerung für das grosse Engagement!

www.weihnachtspäckli.ch

Die vier Hilfswerke:

Aktion für verfolgte Christen (AVC), Industriestrasse 21, 
2553 Safnern, Tel 032 356 00 80, mail@avc-ch.org
Christliche Ostmission (COM), Bodengasse 14, 3076 Worb, 
Tel 031 838 12 12, mail@ostmission.ch 
Hilfe für Mensch und Kirche (HMK), Zelglistrasse 10, 3608 Thun, 
Tel 033 334 00 50, info@hmk-aem.ch
Licht im Osten (LIO), Industriestrasse 1, 8404 Winterthur, 
Tel 052 245 00 50, lio@lio.ch

Kontakt:

Ursina Schindler, Licht im Osten, 052 245 00 50, Koordinatorin Aktion
Weihnachtspäckli

Aktion Weihnachtspäckli 2017

Wir sammeln auch dieses Jahr wieder Weihnachtspäckli!

 

Schenken Sie Weihnachtsfreude!

Die Aktion Weihnachtspäckli bringt Hoffnung nach Osteuropa. Im letzten Jahr haben 97‘100 bedürftige Kinder und Erwachsene mit strahlenden Augen ein Weihnachtspäckli aus der Schweiz in Empfang genommen. 33 Sattelschlepper transportierten die kostbare Fracht nach Moldawien, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Weissrussland und in die Ukraine.

Ein Weihnachtspäckli aus der Schweiz bedeutet für die Beschenkten wertvolle Hilfe in ihrem schwierigen Alltag, aber auch ein Zeichen der Anteilnahme und Wertschätzung. Bedürftige Familien, alleinerziehende Mütter und Väter, verarmte Rentnerinnen und Rentner, Menschen mit einer Behinderung oder Krankheit und Kinder in Heimen und Schulen freuen sich riesig über die kostbaren Geschenke.

Grosser Einsatz für Benachteiligte
In der Schweiz beteiligen sich Hunderte Kirchen, Schulen, Vereine und Firmen sowie Tausende Einzelpersonen und Familien an der Aktion Weihnachtspäckli. Vier christliche Hilfswerke organisieren die Sammlung, den Transport und die Verteilung der Weihnachtspäckli gemeinsam. Langjährige lokale Partner in den Empfängerländern sorgen dafür, dass diejenigen Menschen ein Geschenk erhalten, die es am nötigsten brauchen.

Päckli für Erwachsene und Kinder
Voraussetzung für einen reibungslosen Transport und eine gerechte Verteilung sind Standardpäckli: In die Päckli für Erwachsene gehören vorwiegend Lebensmittel und Hygieneartikel, in diejenigen für Kinder Schulmaterial, Spielzeug, Hygieneartikel und Süssigkeiten. Die Liste mit dem vollständigen Inhalt finden Sie auf www.weihnachtspäckli.ch und auf den Flyern zur Aktion. Bitte halten Sie sich genau an die Liste, damit die Päckli problemlos durch den Zoll gelangen und echte Bedürfnisse der Empfänger abdecken.

Danke für Ihr Päckli
Sie schenken mit Ihrem Päckli einem bedürftigen Mitmenschen Hoffnung und Weihnachtsfreude! Rund 530 Sammelstellen in der ganzen Schweiz nehmen bis am 25. November 2017 Ihr Päckli entgegen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.weihnachtspäckli.ch und auch die vier verantwortlichen Hilfswerke stehen gern für Auskünfte zur Verfügung:

  • AVC, Industriestrasse 21, 2553 Safnern, Tel 032 356 00 80, mail@avc-ch.org
  • Christliche Ostmission, Bodengasse 14, 3076 Worb, Tel 031 838 12 12, mail@ostmission.ch
  • HMK Hilfe für Mensch und Kirche, Zelglistrasse 10, 3608 Thun, Tel 033 334 00 50, info@hmk-aem.ch
  • Licht im Osten, Industriestrasse 1, 8404 Winterthur, Tel 052 245 00 50, lio@lio.ch

              

 

Abgabetermine:

 

Kirche im Quartier:

Samstag, 11. und 18. November 2017 jeweils von 9-12 Uhr

im Quartierzentrum im Tscharnergut (Waldmannstrasse 17a, 3027 Bern).

 

Evang.-reformierte Kirchgemeinde Bethlehem,

Di-Fr, 14.-17. November 2017 von 9.00-11.30 Uhr

im Café MondiaL (Eymattstrasse 2b, 3027 Bern)

 

Römisch-katholische Kirchgemeinde Bethlehem

Di-Fr, 14.-17. November 2017 von 9.00-11-30 Uhr

im Katholischen Kirchgemeindehaus, Pfarreizentrum oder Sekretariat,

Waldmannstrasse 60, 3027 Bern.

 

 

Bartimäus – vom Bettler zum Follower

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Er lebte in Jericho vor 2000 Jahren und war blind. Sein ganzes Leben wünschte er sich sehend zu sein. Aber nichts war zu machen. So richtete er sich auf ein Leben als Bettler ein. Was sonst sollte er machen? Jeden Tag das Gleiche: Leute anquatschen und auf die Tränendrüse drücken. Das zerstört das Selbstbewusstsein, die Würde geht den Bach runter und macht den Menschen kaputt.

Eines Tages hörte er: „Dieser Jesus von Nazareth kommt vorbei!“ Den wollte unser blinder Mann mit dem Namen Bartimäus treffen. Und er soll auch schon Wunder vollbracht haben und er sagt von sich, er sei der Messias.

Als Jesus dann tatsächlich kurz darauf nach Jericho kam, schrie sich Bartimäus die Seele aus dem Leib. Etwas so, wie sich heute die Fussballfans die Seele aus dem Leib schreien. Aber krasser. „Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Jesus rief den Mann zu sich und fragte: Was soll ich für dich tun?

Welch eine Gelegenheit: Bartimäus, der blinde Bettler, wird gefragt, was er für einen Wunsch habe. Vieles hätte er erbitten können: Eine Familie, Geld, Kleider, ein Haus, Essen. Aber nein: Er wusste, sein grösster Wunsch ist. Deshalb sagte er: „Ich will sehen können!“

Und genau das geschieht! Er sieht. Zum ersten Mal im Leben.

Ein Wunder!

Ein Mensch sieht nun doppelt: Er sieht mit seinen Augen zum ersten Mal und er sieht die geistliche Realität durch den Glauben. Aber es bleibt nicht nur beim Glauben, sondern Bartimäus folgt auch noch Jesus nach. Er will ganz praktisch mit Jesus im Alltag unterwegs sein. Und da hat er noch vieles zu sehen und zu erleben.

Aus dem blinden Bettler ist ein sehender Follower geworden. Ein echter Follower.

 

aus Markus 10, 46ff

Sehr klein und sehr reich.

Diesen Sonntag werden wir uns mit einer sehr kleinen und sehr reichen Person befassen.
Er war sehr zielorientiert. Er lebte in Jericho.

Und sein Leben wurde radikal verändert.

Am Sonntag lüften wir das Geheimnis.

zachäus

All you need is love!

 

Liebe ist das Wichtigste und alles, wir brauchen. Singen die Beatles. Und sie liegen nach meiner Meinung nicht falsch. Liebe ist unser Lebenselixier. Wer kann schon ohne Liebe leben?

Die Briefe des Johannes reden ebenfalls von der Liebe. Von der unveränderlichen Liebe Gottes, aber auch von der Liebe zum Mitmenschen und von der Wahrheit. In diesem Jahr machen wir uns als KiQ auf die Entdeckungsreise in diesen 3 Briefen. Wir entdecken dabei Erstaunliches und Überraschendes. Zum Beispiel:

  • Gott belohnt die Ehrlichen.
  • Gott ist Licht und gar keine Finsternis.
  • Die Freiheit der Kinder Gottes ist real.
  • Den Teufel gibt es wirklich.
  • Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bliebt ihn ihm.
  • Glaube hat etwas mit Sieg zu tun.
  • Kann ein Christ sündigen?
  • Was sind Machtmenschen und wir erkennt man sie?

 

Dies und vieles mehr werden wir auf unserer Entdeckungstour erleben.
Kommen Sie mit!

Zum dritten Briefe des Johannes lesen wir dieses Buch:

 

Ein trostvolles Jahr 2016

Jahreslos 2016Quelle: www.jahreslosung.eu

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Jes 66,13 (L)

Das Schluchzen eines Kindes kann sich schnell in Lachen verwandeln, wenn es die Mutter oder der Vater tröstend in die Arme nimmt. Es atmet auf, kommt zur Ruhe und springt wieder fröhlich vom Arm. Dieses Bild habe ich vor Augen, wenn Gott seinem Volk Israel verspricht:
Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Die Geschichte Gottes mit seinen Söhnen und Töchtern läuft alles andere als glatt. Sie gehen eigene Wege, verbünden sich mit Mächten, von denen sie mehr Hilfe erhoffen als von Gott. Aus ihrer Heimat in die Gefangenschaft weggeführt, fühlen sie sich von ihm verlassen und vergessen. Das hindert Gott nicht, an ihnen festzuhalten. In einem weiten Bogen entfalten die Prophetenworte in immer wieder neuen Bildern und Vergleichen Gottes Treue zu seinen Kindern. Sie gipfeln in der Zusage:

„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ und in der Ankündigung des zukünftigen Heils für Jerusalem.

Das ist eine Dimension von Trost, die ein „Alles wird gut“ übertrifft. Gott sieht die zerbrochenen Herzen und Hoffnungen. Er nimmt Elend und Scheitern seiner Kinder ernst und macht sie zu seiner eigenen Sache. Wie eine Mutter erbarmt er sich ihrer. – Dieser Vergleich ist einmalig und beschreibt eine besonders innige Seite Gottes, die weit über liebevolle Worte und Gesten hinausgeht:
Trost ist ein umfassendes Geschehen. Zum einen befreiend: Getröstete bekommen wieder Luft zum Atmen. Zum anderen gibt Trost wieder Grund unter die Füße. Letztlich geht es um Fragen wie: Wer gibt mir Halt? Was trägt mich im Leben und im Sterben?

Wie kann ich getrost leben – gehalten und frei?
Getrost leben – mit festem Grund unter den Füßen und einem weiten Horizont?

Beides finde ich in der Grafik von Stefanie Bahlinger. Zwei Kreise überschneiden sich: einer ist nach links unten, der andere nach rechts oben gerichtet. Ihre Schnittmenge, als goldene Ellipse hervorgehoben, ist leuchtende Mitte des ganzen Bildes. Sie liegt wie eine Diagonale zwischen zwei schemenhaften Figuren. Beide zusammen vergegenwärtigen Seiten von Gottes umfassendem Trost.

Es weihnachtet, Teil 4 – Kolumne in der Bümpliz Woche

Was schenken wir Jesus?

Weihnachten ist das christliche Fest, an dem wir an die Geburt von Jesus Christus denken. Gottes Sohn wurde Mensch, einer von uns. Mitten unter uns. Im Grunde genommen feiern wir aber in Westeuropa und der Schweiz falsch. Wir feiern uns selber und schenken einander teure Geschenke. Wir tun nur so, als ob wir Weihnachten feierten. Überspitzt gesagt: Wir feiern mehr uns selber als den Geburtstag von Jesus.

Wie komme ich darauf? Ganz einfach: Wenn jemand Geburtstag hat, beschenken wir ihn. Wir feiern eine Party und bringen dem Geburtstagskind etwas. Und wie ist es an Weihnachten? Welches Geschenk machen wir Jesus, wenn er schon Geburtstag hat?

Darüber zerbrechen wir uns kaum mehr den Kopf. Aber zugegeben: Es ist auch schwierig Jesus zu beschenken. Wie geht dies?

Leo Tolstoi schreibt in seiner Erzählung „Vater Martin“ über einen einfachen Schuhmacher in Russland, der mit seinem Leben unzufrieden war. Schwere Schicksalsschläge drückten auf seine Seele. Er verlor früh seine Frau und seinen Sohn. Er war mit Gott nicht zufrieden und mürrisch. Trotzdem begann er auf Rat eines alten Mannes die Bibel zu lesen. Dies veränderte sein Leben. Wie? Vater Martin begann sein schweres Schicksal anzunehmen und lernte: Wer mit Gott lebt, wird froh.

Dann überlegte der Schuhmacher Martin, was er Jesus schenken könnte, wenn dieser ihn besuchte. Ein paar gute Schuhe aus seiner Werkstätte? „Wie einfach wäre es,“ – so überlegte er – „wenn Jesus persönlich anwesend wäre! Dann wäre es einfacher Jesus ein Geschenk zu machen.“

Im Traum erfuhr Vater Martin, dass Jesus ihn am nächsten Tag besuchen würde. Aber zur grossen Enttäuschung von Martin begegnete er am nächsten Tag „nur“ ganz normalen Menschen. Zum Beispiel dem alten schneeschaufelnden Soldaten Stepanytsch. Diesem gab er warmen Tee. Später kommt eine Frau mit einem kleinen Kind. Auch hier gibt er etwas Warmes zu essen.

Aber Jesus besuchte ihn an diesem Tag nicht. Vater Martin ist enttäuscht. Beim Lesen in der Bibel wird ihm plötzlich bewusst: Jesus kommt nicht direkt als Mensch zu uns. Sondern er kommt oft in Gestalt von Mitmenschen. Mitmenschen, die leiden und Schweres durchmachen. Das, was wir diesen notleidenden Menschen tun, das tun wir Jesus selbst.

So sagt Jesus von sich selbst: „Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt.“ (Matthäus 25,35) und die Leute fragten sich: „Wann haben wir dies gemacht? Wann war dies?“ Und Jesus antwortete: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!“ (Matthäus 25,40b).

Diese Erkenntnis machte Vater Martin froh. Jesus war also doch zu ihm gekommen! Und das Revolutionäre auch heute noch ist: Jesus kommt zu uns. Und wahrlich Weihnachten wird es, wenn ich mein Herz von Gott bewegen lasse, der Nächste darin Platz findet, und ich diesen ermutige, gastfreundlich aufnehme und gut behandle. Das ist das beste Geschenk an Jesus.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten voller spannender Begegnungen!

Gallus Tannheimer

Es weihnachtet, Teil 3, Kolumne Bümpliz Woche

Es weihnachtet

und es ist kompliziert…

 

Autor: Gallus Tannheimer

Mag sein, dass sich die Kinder auf Weihnachten freuen und alles für sie in Butter ist. Für Erwachsene sind die Festtage nicht so einfach, gell? Da gibt es viel vorzubereiten: Wann essen wir was wo und warum? Dann die Herausforderung: Wem geben wir dieses Jahr welches Geschenk und ist dies gerecht? An welchem Tag treffen wir uns wo? Wie machen wir es, dass nicht gerade an Weihnachten die wirklich heiklen Themen angeschnitten werden und dicke Luft herrscht?

So auf den ersten Blick scheint unser Leben und das Fest der Liebe gar nicht zusammen zu passen. Hier ist unser Leben, so voller Herausforderungen und Abgründe. Da ist Weihnachten: lieblich, festlich, romantisch,…

Wenn wir die biblische Botschaft von Weihnachten anschauen, merken wir: Moment, das ist ja alles andere als lustig, lieblich und romantisch. Da ist die Geschichte von Maria. Sie ist von Gott auserwählt und wird schwanger werden. Mir scheint: So richtig gefragt, wird sie gar nicht. Sie fügt sich in ihren Lebensweg. Un da ist Josef, der nach der Nachricht von Marias Schwangerschaft abhauen will. Er will Maria nicht blossstellen und sie nicht zum Gespött machen. Er nimmt die Herausforderung des Pflegevaters an und sieht Jesus wie seinen eigenen Sohn an. In der Tat: Es ist kompliziert.

Kurz vor der Geburt müssen Maria und Josef wegen einer Volkszählung nach Bethlehem reisen, finden aber keine Unterkunft. Es ist kompliziert.

Die ersten Menschen, die Jesus besuchen, sind die Hirten vom Feld. Sie beten den neuen König an. Sie nehmen die frohe Botschaft beglückt an. Und gleichzeitig sind auch Magier (fälschlicherweise oft mit „Königen“ übersetzt) aus dem Morgenland unterwegs, um den neuen König zu sehen und ihn anzubeten. Kaum hört der amtierende Regent Herodes vom neuen König, wird er argwöhnisch. Er will diesen neuen König aus dem Weg räumen. Er befürchtet, dass ihm dieses Kind gefährlich werden könnte. Es ist kompliziert.

Und was hat dies alles mit Weihnachten zu tun? Genau in dieses komplizierte Leben und in diese schwierigen Situationen hinein scheint auch heute noch Gottes Licht und seine Wahrheit. Seine Liebe ist ganz einfach und direkt: Gott liebt uns. Bedingungslos.